Die effektivste Diät!

Die effektivste Diät! 1024 1019 Anja Zeidler

Heutzutage stehe ich zwar für viel mehr als nur Fitness, trotzdem wurde ich ursprünglich einmal als Fitnessmodel bekannt. Auf Grund dessen werde ich natürlich von vielen als Expertin auf dem Gebiet betrachtet und sehr oft nach der richtigen Ernährungsweise gefragt. In diesem Blogeintrag erzähle ich euch darüber.

Richtig und Falsch – Wer erlaubt sich eigentlich, dies zu definieren?
Wer sagt, wenn man zu „dünn“ oder zu „dick“ sei, was ein Frauen- oder Männer- Beruf/Sport/Hobby, etc ist?
Da sind wir genau beim Punkt: Jeder sollte genau das tun dürfen, was sich für ihn richtig ANFÜHLT. Wir sollten vor allem auf unser WOHLBEFINDEN hören und nicht darauf, was die Allgemeinheit sagt.

Im Fitnessbereich ist es besonders speziell: Da scheint seit dem (wieder) ausgebrochenen Fitnesshype plötzlich jeder Experte zu sein. Fakt ist: Man kann zehn Ernährungsberater nach dem besten Ernährungsplan fragen, man bekommt garantiert zehn verschiedene Antworten.
Ich bleibe daher bei meiner heute intuitiven Ernährung und meinen Basis-Theorien, welche sich durch meine jahrelange Erfahrung als die (für mich persönlich) besten erwiesen haben. Viele von euch wollen mehr davon wissen. Gerne! ☺

Früher habe ich meine Mahlzeiten genau geplant. Ich habe jedes Nahrungsmittel abgewogen, jede Kalorie und jeden Makronährstoff exakt abgezählt. Ich habe oft für 2-3 Tage vorgekocht, ohne zu wissen, nach welcher Mahlzeit mir dann am darauffolgenden Tag wäre. Die „Lust und die Freude“ unterdrückte ich. Es ging nur darum, die errechneten Zahlen zu erzielen. Ich will dieses System nicht schlecht reden, denn damals hat es für mich gestimmt und was ich zu dem Zeitpunkt wollte, habe ich erreichen können. Mit unglaublich viel Disziplin und Verzicht. Das war für mich in meiner Bodybuildingzeit sehr wichtig.
Aber jetzt mal ernsthaft!

Ist es das denn wirklich wert? Ich will niemandem zu nahe treten, der darauf setzt. Aber ich glaube, dass ich mit meiner heutigen Balance eine wichtige Message, gerade für junge Frauen, vermittle! Heutzutage bin ich froh, aus diesem „Verrücktmachen“ raus zu sein. Und genau das würde auch vieler meiner Mitmenschen gut tun: Den Druck von sich nehmen, durchatmen & zu sich selbst zu stehen!

Mittlerweile bin ich an einem altbekannten Punkt im Leben angekommen, nämlich wieder bei meinem Ursprung – bei mir selbst! In meinem heutigen Leben soll es darum gehen, SICH WOHL ZU FÜHLEN, IN BALANCE ZU SEIN, UND NICHT STÄNDIG AN ESSEN ODER KALORIEN ZU DENKEN. Ich habe mich von diesen stressigen Gedanken befreit.
Kurz nach meinem Austritt aus der Bodybuildingwelt (Frühjahr 2015) habe ich aus Neugier begonnen, mich mit der pflanzlichen Ernährung auseinander zu setzen. Bis dahin habe ich das ganze nämlich immer etwas belächelt.

Für mich war ganz wichtig: ich will keine Diäten mehr machen! Ich will mir keinen Druck mehr aufsetzen und ich will nicht mehr mit Essstörungen kämpfen.

2018 – Seit fast zwei Jahren ernähre ich mich nun pflanzlich. Wann genau ich damit angefangen habe lässt sich nicht sagen, so etwas geschieht nicht über Nacht. Sollte es zumindest nicht, denn es soll keine „So, ich starte jetzt meine vegane Diät“ sein. Bei dieser Ernährungsweise geht es um etwas anderes. Es geht um eine Lebenseinstellung.
Meinen exakten „Startpunkt“ lässt sich nicht genau definieren, aber die Gründe dazu auf jeden Fall! Mein Motiv mich vegan zu ernähren war keines Falls ein gewisses Figur- oder Gewichtsziel! Wer es aus diesem Aspekt oder sogar aus Trend macht, in der Hoffnung abzunehmen, wird nicht lange durchhalten. Und genau da sind wir beim Punkt: Durchhalten! Darum geht es bei vegan absolut gar nicht!
Mich haben die Fakten geschockt, dass ich durch eine rein pflanzliche Ernährung nicht nur meiner Gesundheit etwas Gutes tue, sondern auch zu einer besseren Umwelt beitragen kann!

• Gesundheitliche Auswirkungen
• Tierwohl/Tierhaltung
• CO2 Problem: Regenwaldabholzung für Getreideanbau (von welchen 70% in die Massentierhaltung gehen, anstatt damit die Hungersnot zu stillen!!)
• Umweltverschmutzung, Metangase, „Ocean Deadzones“
• Wasserverbrauch

Ich könnte auf alle Punkte stundenlang eingehen, beschränke mich jetzt in diesem Blogeintrag aber mal auf einen, worüber viele nicht Bescheid wissen: Der Wasserverbrauch!
Wasser sparen – wir alle wissen, dass man dies tun sollte. Jedoch glauben die meisten, sie können Wasser sparen, in dem sie ihre Duschzeit verkürzen oder den Geschirrspüler weniger oft laufen lassen. Das ist sicherlich nicht schlecht, erspart aber niemals die Menge an Wasser, welche z.B. für die Herstellung von Rindfleisch oder Käse verwendet wird.

Für die Produktion von folgenden Produkten benötigt es entsprechende Menge an Wasser:

1kg Eier 3’300 Liter Wasser
1kg Hähnchen 3’900 Liter Wasser
1kg Käse 5’000 Liter Wasser
1kg Rindfleisch 15’500 Liter Wasser

im Vergleich dazu für die Herstellung von pflanzlichen Produkten:

1kg Reis 1’300 Liter Wasser
1kg Kartoffeln 900 Liter Wasser
1kg Äpfel 700 Liter Wasser

Ja, mit der Wahl meiner Nahrungsmittel kann ich zum Wassersparen beitragen. Fakt!
Ist es nicht erstaunlich, was unsere Ernährung mit all den Punkten zu tun hat? Genau DAS hat mich zum Nachdenken gebracht und dazu animiert, mehr über die pflanzliche Ernährung zu recherchieren und es schlussendlich einfach mal auszuprobieren – bis heute ungezwungen, aus Überzeugung, aus Rücksicht! Seit rund zwei Jahren.

Ich verstehe natürlich, dass Umstellung immer mit Aufwand verbunden ist und für viele eine rein vegane Ernährung unvorstellbar scheint.

Ich habe wieder gelernt, auf mein Körpergefühl zu hören. Auch habe ich wieder lernen müssen, wann ich Hunger habe und wann nicht. Leider haben viele den Bezug zu ihrem Körper und ihr Körpergefühl allgemein verloren. Genau da sollte man anfangen! Schmeiss den strikten Plan über Board und höre wieder auf dich selbst!
Trotzdem wollen die Leute immer wieder handfeste Tipps, an denen sie festhalten können. Ich versuche also, ein paar allgemeine meiner Theorien preiszugeben. Aber ACHTUNG: Körpergefühl hat Vorrang!!! Do what feels right to you!

• Generell rate ich, ob man nun tierische Produkte essen mag oder nicht, zu einer möglichst unverarbeiteten und naturbelassenen Ernährungsform.

• Je länger die Zutatenliste des Nahrungsmittels, desto künstlicher. Alles was mit E467 E283 E200 etc. beschriftet ist, ist wohl kaum natürlich.

• Den Verzehr von industriell verarbeiteten (Fertig-)produkten minimieren. Ich empfehle, die Nahrung so zu sich zu nehmen, wie sie aus der Natur kommt. Somit wird schnell klar, dass z.B. auch Käse oder Wurst ein industriell verarbeitetes Produkt ist.

• Ausserdem empfehle ich, die Nahrungsmittel nicht – wortwörtlich – zu Tode zu kochen. Somit zerstört man nämlich einen Grossteil der eigentlich enthaltenen Mikronährstoffe, Spurenelemente und Vitaminen.

• Des weiteren rate ich, Gemüse und Früchte, wie zum Beispiel Kartoffeln, Äpfel, Gurken und Karotten nicht zu schälen! Die wertvollsten Nährstoffe und Vitamine liegen nämlich direkt unter der Schale.
Das erfordert, dass man Gemüse und Früchte gründlich mit Wasser waschen soll und am besten so naturbelassen wie möglich kauft, am besten beim vertrauten, regionalen Biohof.

• Der Verzehr von gehärteten Fetten/Transfettsäuren minimieren . Diese findet man z.B. in Chips, Schokolade und allgemein Fertigprodukten.

• Kohlenhydrate sind nicht böse! Ich verzehre ungefähr 70% all meiner Nahrungsmittel in Form von Kohlenhydraten! Man sollte zwischen Einfachzucker (industriell hergestelltes wie z.B.: weisses Toastbrot, Zucker,…) und komplexen Kohlenhydraten (naturbelassenes wie z.B.: Kartoffeln, Linsen, Vollreis,…) unterscheiden.

• Vegane Ersatzprodukte sind oft genau so verarbeitet, wie herkömmliche Wurst- oder Käseware. Ich persönlich geniesse solche gerne ab und zu, aber nicht regelmässig. Der Sinn der veganen Ernährung ist nicht, Ersatz für etwas zu finden. Es soll nicht um Verzicht gehen. Es geht darum zu verstehen, warum man auf tierische Produkte verzichten möchte. Trotzdem können Ersatzprodukte, gerade für jemanden der umstellt, vieles erleichtern. ☺

• Viel Trinken! Dies wirkt wahrhaft wunder – Für unsere Gesundheit allgemein, unser Hautbild, die Ausscheidung von Giftstoffen und ist sogar unterstützend beim Entschlacken und Abnehmen.

• KEINE REGEL OHNE AUSNAHME! Am wichtigsten ist, dass du das isst, was dir gut tut und dass du lernst, auf dein Körpergefühl zu hören. BALANCE IS THE KEY! Mehr zu meinem Lifestyle und zu meinen Erfahrungen findest du in exklusiven Kochvideos, Trainingsvideos, meinen Lieblingsrezepten, Theorievideos und vielem mehr auf www.anjaslifestyle.com

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